Positionspapier des Forum Menschenrechte - Forderungen an die Bundesregierung

Die Liquiditäts- und Finanzkrise der Vereinten Nationen bedroht die Handlungsfähigkeit des Menschenrechtssystems und die Funktion der Organisation als normensetzender und ordnender Akteur in den internationalen Beziehungen. In seinem am 13. Oktober 2026 veröffentlichten Positionspapier „UN-Finanzen, der „UN80“-Prozess und die Zukunft des Menschenrechtssystems“ fordert das Forum Menschenrechte, Deutschland sollte seine Rolle als führender Unterstützer des UN-Menschenrechtssystems ausbauen und den „UN80“-Prozess nutzen, um Finanzierung, Unabhängigkeit und Wirksamkeit der Menschenrechtssäule nachhaltig zu stärken.
Hier geht es zum Positionspapier des Forum Menschenrechte.
Gemeinsam mit über 50 weiteren deutschen Nichtregierungsorganisationen setzt sich die DGVN als Mitglied des Forum Menschenrechte für einen verbesserten, umfassenden Menschenrechtsschutz ein – weltweit, in einzelnen Weltregionen, Ländern und in der Bundesrepublik Deutschland. Das Netzwerk wurde 1994 im Anschluss an die Wiener Weltmenschenrechtskonferenz durch die DGVN und weitere Organisationen gegründet.
Deutschland 2027 bis 2029 Mitglied im UN-Menschenrechtsrat
Deutschland wird für die Periode von 2027 bis 2029 einen der beiden freiwerdenden Sitze für die Staatengruppe “Westeuropäische und andere Staaten” ausfüllen. Bei der Wahl in der UN-Generalversammlung am 13. Oktober erreichte Deutschland mit 163 Stimmen deutlich die erforderliche Mehrheit von 97 Stimmen. Neben Irland (165 Stimmen), das den anderen Sitz der Regionalgruppe übernehmen wird, zogen erwartungsgemäß auch alle anderen kandidierenden Staaten mit deutlichen Ergebnissen in den Menschenrechtsrat ein.
Außenminister Johann Wadephul erklärte zur Wahl, Deutschland werde seine “Mitgliedschaft nutzen, um gemeinsam mit unseren Partnern den Menschenrechtsrat zu stärken und den Schutz von Menschenrechten weltweit zu verbessern.”


