Ansatz des UNODC zur Bekämpfung von Menschenhandel

Das Büro ist die einzige UN-Institution die bei der Bekämpfung von Menschenhandel den Fokus auf die Komponente der Strafjustiz legt. Der Arbeit liegen dabei das Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität sowie dessen drei Zusatzprotokolle zugrunde. Das für die Bekämpfung von Menschenhandel relevante Zusatzprotokoll ist das Zusatzprotokoll zur Verhütung, Bekämpfung und Bestrafung des Menschenhandels, insbesondere des Frauen- und Kinderhandels.

Um Menschenhandel zu bekämpfen verfolgt das Büro der Vereinten Nationen für Drogen und Verbrechensbekämpfung einen globalen Ansatz und baut seine Arbeit auf drei Säulen auf, die der Bekämpfung und Prävention dienen sollen. Diese sind: erstens die Forschung und Aufklärung über die Themengebieten, zweitens die Förderung der Zusatzprotokolle und die Unterstützung der Mitgliedstaaten beim Kapazitäten-Aufbau, um die Implementierung zu fördern  sowie drittens die Förderung von Kooperationen und Partnerschaften. 

Zudem stellt das Büro direkte Unterstützung für die Mitgliedstaaten bereit, indem es sie z. B. bei der Entwicklung Gesetzesentwürfen oder umfassenden nationalen Strategieplänen für die Bekämpfung von Menschenhandel berät.

Das Büro arbeitet auch mit anderen UN-Institutionen, Sonderorganisationen und regionalen Organisationen zusammen, um Menschenhandel zu bekämpfen. So wurde im März 2007 die Globale Initiative der Vereinten Nationen zur Bekämpfung des Menschenhandels ins Leben gerufen, die aus der Kooperation von UNODC mit der Internationalen Arbeitsorganisation, dem Amt des Hohen Kommissars für Menschenrechte, UNICEF, der Internationalen Organisation für Migration sowie der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa entstanden ist.

Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung

(engl.: United Nations Office on Drugs and Crime, UNODC)

Executive Director des UNODC Yury Fedotov spricht vor der Generalversammlung
Yury Fedotov hält eine Rede über Menschenhandel in New York (c) UNPhoto/Rick Bajornas

Das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung wurde 1997 als Zusammenschluss aus dem Programm der Vereinten Nationen für internationale Drogenkontrolle (engl.: United Nations Drug Control Programme) und dem Zentrum für internationale Verbrechensverhütung (engl.: Centre for International Crime Prevention) gegründet. Die Schwerpunkte der Arbeit des Büros liegen in fünf übergeordneten Themenfeldern, wovon eines die Bekämpfung von organisierter Kriminalität und illegalem Handel darstellt. Darunter fällt unter anderem auch die Bekämpfung von Menschenhandel und der Schleusung von Migranten. Die weiteren vier übergeordneten Themenfelder in denen das Büro tätig ist sind: Bekämpfung von Korruption, Verbrechensverhütung und Strafrechtsreform, Prävention des Drogenmissbrauchs und die Verhütung von Terrorismus.