Die Erklärung und Aktionsplattform von Beijing

Das Bild zeigt das Logo der Vierten Weltfrauenkonferenz.
Das Logo der Vierten Weltfrauenkonferenz (c) UN

Die Erklärung und Aktionsplattform von Beijing (früher: Peking) wurde im Jahr 1995 auf der vierten Weltfrauenkonferenz in Beijing verabschiedet. Die Weltfrauenkonferenz war eine der UN-Mammutkonferenzen, an der 6000 Delegierte aus 189 Staaten sowie zahlreiche Vertreter von Nichtregierungsorganisationen teilnahmen. Gemeinsam wurden eine Erklärung und eine Aktionsplattform – ein detaillierter Forderungskatalog – ausgearbeitet und von den Delegierten im Konsens verabschiedet.

Das Ziel der Erklärung ist die umfassende Gleichstellung der Frau sowie die Sicherstellung der vollen und gleichberechtigten Mitwirkung von Frauen an wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Entscheidungsprozessen.
In der Aktionsplattform wurden zwölf Hauptproblembereiche definiert und strategische Ziele sowie konkrete Maßnahmen zu deren Umsetzung  festgelegt. Zu diesen Bereichen gehören u.a. Frauen in der Wirtschaft, Frauen und Umwelt, Frauen und bewaffnete Konflikte sowie Frauen in Macht- und Entscheidungspositionen.

Auf einer Sondersitzung der Generalversammlung im Jahr 2000 wurde eine erste Bilanz der bisherigen Umsetzungsfortschritte gezogen und die Kommission für die Rechtsstellung der Frau beauftragt, sich in Zukunft regelmäßig um die Überprüfung und weitere Umsetzung der Aktionsplattform zu kümmern. Die letzte der seither alle fünf Jahre stattfindenden Überprüfungen durch die Generalversammlung – Beijing + 15 – fand im Jahr 2010 statt.