Menschenrechtsschutz durch die Vereinten Nationen

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Logo des OHCHR © OHCHR

In der UN Charta wurde „die Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten für alle ohne Unterschied der Rasse, des Geschlechts, der Sprache oder der Religion zu fördern und zu festigen“ verankert. Um diesem Ziel gerecht zu werden, haben die Vereinten Nationen ein umfangreiches Menschenrechtsschutzsystem geschaffen.
Neun Konventionen widmen sich jeweils zentralen Menschenrechtsproblemen und bilden den Kernbestand der internationalen Menschenrechtsverträge. Sie werden von Ausschüssen überwacht und teilweise durch Fakultativprotokolle ergänzt. Daneben arbeiten mehrere UN-Organe wie das Hochkommissariat für Menschenrechte und Gremien wie der Menschenrechtsrat in Genf, sowie zahlreiche Sonderorganisationen z.B. die internationale Arbeitsorganisation daran, die Ratifizierung und Implementierung von Menschenrechtsabkommen weltweit durchzusetzen und zu überwachen. Ferner führt die UN zahlreiche internationale Konferenzen wie etwa die Weltmenschenrechtskonferenz in Wien im Jahr 1993 durch, um den Menschenrechtsschutz zu stärken, stärker zu kodifizieren und die Aushandlung spezifischer Menschenrechtsverträge oder Erklärungen zu ermöglichen.

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Menschenrechtsrat

Das Bild zeigt eine Sitzung des UN Menschenrechtsrats im Palais des Nations
Sitzung des UN Menschenrechtsrats © UN Photo/JeanMarc Ferré

Gemäß Resolution A/RES/60/251 beschloss die UN-Generalversammlung am 15. März 2006 die Einrichtung eines Menschenrechtsrats. Mit der Gründung ging auch die Auflösung der 1946 eingesetzten Menschenrechtskommission einher. Neben der Ausarbeitung neuer Menschenrechtsinstrumente hat der Menschenrechtsrat die Aufgabe, die Lage der Menschenrechte weltweit zu beobachten und mit Resolutionen oder der Berufung von Sonderberichterstattern auf länder- und themenspezifische Menschenrechtsproblematiken aufmerksam zu machen.

Erfahren Sie mehr über den UN Menschenrechtsrat und seine Arbeit hier -->

Hochkommissariat für Menschenrechte

Das Bild zeigt Prinz Zeid.
Amtierender Hochkommissar Prinz Zeid Ra`ad Zeid al Hussein © UNPhoto/Devra Berkowitz

Das Amt des Hohen Kommissars für Menschenrechte (OHCHR) wurde im Jahr 1993 durch die Generalversammlung mandatiert und 1994 eingerichtet. Es löste das bis dahin bestehende Menschenrechtszentrum ab. Die Aufgaben des OHCHR liegen in der Förderung und im Schutz der Menschenrechte. Das Amt koordiniert auch die entsprechenden menschenrechtlich relevanten Aufgaben innerhalb der verschiedenen Organisationen der Vereinten Nationen.

Mehr Informationen zu Aufgaben und Arbeit des Hochkommissariats für Menschenrechte finden Sie hier --> weiter

Sicherheitsrat

Das Bild zeigt eine Sitzung des UN Sicherheitsrats
(c) UN Photo/Devra Berkowitz

Die zentrale Aufgabe des UN-Sicherheitsrats ist es, den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren. Er ist somit in erster Linie kein Menschenrechtsorgan.

Aufgrund sich verändernder Konfliktsituationen und der entstehenden Diskussion  ob Frieden überhaupt entstehen bzw. gewahrt werden kann, wenn in einem Land systematisch elementare Menschenrechte verletzt werden, gerieten jedoch zunehmend auch Menschenrechtsthemen auf die Agenda des Sicherheitsrats. Lesen Sie hier mehr --> weiter

Dritter Ausschuss der Generalversammlung

Wenn die UN-Generalversammlung über humanitäre Themen entscheidet, hat der Dritte Ausschuss bereits die Vorarbeit geleistet: Substanzielle Diskussionen und das Schreiben von Resolutionsentwürfen finden im Dritten Ausschuss der Generalversammlung statt.
Mehr über den Ausschuss finden Sie hier.

UN Women

"Frauenrechte sind Menschenrechte" – so ein bekannter Slogan. Wenn es bei den UN um Frauenrechte geht, nimmt UN Women einen zentralen Platz ein. Die Organisation koordiniert die Aktivitäten der UN zur Förderung von Frauen, gender mainstreaming etc.
Mehr zu UN Women finden Sie hier.

Das Bild zeigt das Logo von UN Women

UNESCO

Im Rahmen ihrer Arbeit für Bildung, Wissenschaft und Kultur fördert die UNESCO immer auch die Menschenrechte. 
Wie das geht, lesen Sie hier.

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, auch als UN-Menschenrechtscharta bekannt, wurde am 10. Dezember 1948 von der UN-Generalversammlung als Resolution 217 A (III) verabschiedet. Die Erklärung selbst ist nicht rechtlich bindend, gilt aber als „die Mutter aller menschenrechtlichen Konventionen“. Sie beschreibt in 30 Artikeln die fundamentalen Menschenrechte, deren Umsetzung angestrebt werden soll, darunter das Recht auf Leben, das Diskriminierungsverbot, das Recht auf Gleichheit vor dem Gesetz, das Recht auf Reisefreiheit, das Recht auf Eigentum und das Recht auf Bildung. Viele dieser Rechte gelten heute als Völkergewohnheitsrecht.
Lesen Sie hier mehr zur AEMR --> weiter

Eleanor Roosevelt hält die AEMR und betrachtet sie dabei
Eleanor Roosevelt hält die AEMR © UN Photo

UN-Zivilpakt

Der im Jahr 1966 verabschiedete Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte, auch UN-Zivilpakt genannt, garantiert grundlegende Rechte wie Meinungsfreiheit oder das Recht auf Leben.
Mehr über den Pakt und seine Umsetzung erfahren Sie hier. 

UN-Sozialpakt

Der ebenfalls im Jahr 1966 verabschiedete Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, auch UN-Sozialpakt genannt, ist das Pendant zu dem Zivilpakt. Der Sozialpakt bildet zusammen mit dem Zivilpakt und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte die sog. „International Bill of Human Rights“, den grundlegenden internationalen Menschenrechtskanon.

Mehr zum Sozialpakt erfahren Sie hier.

Frauenrechtskonvention

Das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau  verpflichtet die Vertragsstaaten, Maßnahmen gegen jede Form der Diskriminierung von Frauen zu treffen. 

Mehr zu dem Übereinkommen erfahren Sie hier.

Anti-Rassismus-Konvention

Das Internationale Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von rassistischer Diskriminierung verbietet rassistische Diskriminierung.

Mehr über das Übereinkommen erfahren Sie hier.

Konvention gegen Verschwindenlassen

Das Internationale Übereinkommen zum Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen ist die jüngste der zentralen Menschenrechtskonventionen. Sie beinhaltet ein absolutes Verbot des Verschwindenlassens von Personen durch die Vertragsstaaten.

Mehr zu dem Übereinkommen erfahren Sie hier.

Kinderrechtskonvention

Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes ist in 176 Staaten gültig, also fast auf der ganzen Welt.

Welche Rechte Kinder haben, erfahren Sie hier.

Wanderarbeiterkonvention

Das Internationale Übereinkommen zum Schutz der Rechte aller Wanderarbeitnehmer und ihrer Familienangehörigen soll sicherstellen, dass auch Wanderarbeitern ihre Menschenrechte zugestanden werden. 

Mehr zu dem Übereinkommen erfahren Sie hier.

Behindertenrechtskonvention

Das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zielt darauf ab, die Verwirklichung der Menschenrechte und Grundfreiheiten dieser Menschen zu gewährleisten und zu fördern.

Mehr zu dem Übereinkommen erfahren Sie hier.

Anti-Folter-Konvention

Das Bild zeigt ein Poster mit der (im Original englischen) Aufschrift "Niemand soll Folter oder anderer unmenschlicher, grausame oder erniedrigender Behandlung oder Strafe ausgesetzt sein."
Artwork/Poster gegen Folter (c) UN/Octavio Roth

Das Übereinkommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe verbietet den Vertragsstaaten, Folter anzuwenden. Das Verbot ist absolut, gilt also auch im Krieg oder einem sonstigen Ausnahmezustand.

Mehr zu dem Übereinkommen erfahren Sie hier.
Mehr zu dem Folterverbot erfahren Sie auf unserer Themenseite.